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Schweizer Firmen suchen verzweifelt nach Mitarbeitern

Die Schweizer Wirtschaft brummt. Firmen und auch die Verwaltung suchen händeringend nach neuen Angestellten. Doch es ziehen erste dunkle Wolken auf.

Schweizer Personalverantwortliche haben gerade so richtig viel zu tun. Sie sind weiterhin eifrig auf der Suche nach neuen Angestellten. Besonders Berufstätige in der Lehre, im öffentlichen Dienst sowie in der Gesundheitsbranche sind sehr gefragt. Am Horizont gebe es aber Anzeichen eines Abschwungs.

 

Konkret schrieben Schweizer Firmen im zweiten Quartal dieses Jahres 9 Prozent mehr Stellen aus als noch im Vorjahr. Zu diesem Schluss kommt eine Erhebung des Arbeitsvermittlers Adecco und der Universität Zürich.

 

Alle Regionen haben zugelegt

Das Stellenwachstum sei zudem regional breit abgestützt. Sämtliche Regionen der Schweiz hätten laut dem Swiss Job Market Index im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Die Zahl der Stelleninserate in der Ostschweiz mit einem Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm das zweite Quartal in Folge mit Abstand am stärksten zu. 

 

Ein etwas moderateres Wachstum verzeichnen die anderen Regionen. Die Zentralschweiz legt um 8 Prozent zu. Der Grossraum Zürich weist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 7 Prozent auf, wobei alle Berufsgruppen vom Aufschwung profitieren. Damit setzt sich der kontinuierliche Anstieg in dieser Region auf hohem Niveau fort. Weitgehend stabil bleibt der Stellenmarkt im Vergleich zum Vorjahr in der Nordwestschweiz mit plus 6 Prozent und in der Genferseeregion mit einer Zunahme von 6 Prozent. 

 

Lehrer und Beamte besonders gesucht

Zudem gebe es in den meisten Berufsgruppen einen Aufschwung bei den ausgeschriebenen Stellen. Insbesondere die Zahl der Stelleninserate für Berufe des Unterrichts und der öffentlichen Dienstleistungen hätten stark zugenommen. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2012 seien aber vor allem die Stellenausschreibungen in der Gesundheitsbranche gestiegen. Diese hätten sich seit damals verdoppelt.

 

Laut Adecco seien dies aber nicht nur gute Nachrichten: «Der Schweizer Stellenmarkt wächst weiterhin, allerdings vor allem in Berufsgruppen, die weniger von der Konjunktur abhängen», sagt Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz. Andere Berufsgruppen spürten bereits die negativen Konjunkturprognosen.

 

Geht es nun abwärts?

«Diese Entwicklung ist typisch für die Spätphase eines Konjunkturzyklus. Sowohl der anhaltende Fachkräftemangel als auch die getrübten Konjunkturaussichten führen dazu, dass Unternehmen sich darum bemühen, gesuchte Talente zu finden und langfristig an sich zu binden», erklärt Marius Osterfeld, Ökonom bei swissstaffing und ergänzt: «Dies spiegelt sich auch im abnehmenden Temporärmarkt wider.»

 

Die Adecco Gruppe Schweiz veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM) des Soziologischen Instituts der Universität Zürich jeweils alle vier Monate Swiss Job Market Index. 

 

blick.ch, Juli 2019