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10 häufige Fragen im Vorstellungsgespräch

Auf folgende Fragen sollten Sie vorbereitet sein, wenn Sie in ein Vorstellungsgespräch gehen.


1. Warum wollen Sie Ihren Arbeitgeber wechseln?

Reden Sie nie schlecht über Ihren ehemaligen/heutigen Arbeitgeber, auch wenn Sie unzufrieden mit ihm sind und ihn deshalb wechseln möchten. Auch Probleme mit Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden sind tabu. Ihr neuer Arbeitgeber könnte sonst davon ausgehen, dass dieselben Probleme wieder auftreten können.

 

Mögliche Antwort:
„Die letzten Jahre bei xy waren eine gute Zeit, in der ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Jetzt möchte ich einen Schritt weiter gehen, mich weiter entwickeln und meine Erfahrungen an einem neuen Ort einbringen.“


2. Was interessiert Sie besonders an der neuen Stelle (Motiv der Bewerbung)?

Diese Frage knüpft an die Vorherige an. Erklären Sie ehrlich und offen, was Sie daran besonders reizt.  Sagen Sie dabei nicht nur, was Sie interessiert, sondern auch was Sie mitbringen, um gerade für diese Aufgabe qualifiziert zu sein, damit Ihr zukünftiger Arbeitgeber erfährt, was er mit Ihnen gewinnt.

 

Mögliche Antwort:
„Die Stelle interessiert mich besonders, weil ich sehr viele gesammelte Erfahrungen in meinem Fachgebiet anwenden kann. Gleichzeitig kann ich mich bei diesem und jenem Punkt weiter entwickeln. Mein Wissen im Bereich xy und meine Beziehungen zu Ihren Kunden werden für Sie ebenfalls sehr wertvoll sein.“

 

3. Welches sind Ihre Stärken?

Konzentrieren Sie sich auf die Stärken, die für das gesuchte Profil besonders relevant sind. Verzetteln Sie sich nicht und werden Sie nicht ausschweifend. Erwähnen Sie zwei, drei besondere fachliche Stärken, die zum Anforderungsprofil passen und eine oder zwei zu Ihrer Persönlichkeit.

 

Mögliche Antwort:
„Innerhalb des Marketings bin ich besonders stark in der Kommunikation. Dort habe ich in der externen Kommunikation viele Erfahrungen gesammelt. Das spiegelt sich auch in meiner Persönlichkeit, die offen und kommunikativ ist. Ich mag Menschen und kommuniziere gerne mit ihnen.“


4. Welches sind Ihre Schwächen?

Jeder hat Schwächen. Idealerweise erwähnen Sie solche, die für diese Stelle nicht wichtig sind oder die Ihr neuer Arbeitgeber leicht in Kauf nehmen kann. Wenn Sie zum Beispiel ein sehr guter Verkäufer sind, dann könnte die Antwort wie unten lauten.

 

Mögliche Antwort:
„Während ich es liebe, neue Kunden zu akquirieren und Verkaufsabschlüsse zu erzielen, macht es mir weniger Spass, Administratives zu erledigen. Natürlich weiss ich aber, dass auch das dazu gehört.“


5. Weshalb haben Sie sich für Ihren Beruf oder für Ihre Weiterbildung entschieden?

Vielleicht entspricht Ihr Beruf oder Ihre Weiterbildung nicht ganz dem gewünschten Profil. Sagen Sie, inwiefern Sie Gelerntes aus Beruf und Weiterbildung trotzdem für diese Funktion einbringen können. Oder wo Sie die verlangten Fähigkeiten sonst erworben haben.

 

Mögliche Antwort:
„Zum Zeitpunkt meiner Ausbildung/Weiterbildung war ich noch etwas unschlüssig, ob ich mich in diese oder jene Richtung entwickeln wollte. Obschon ich nicht alles Gelernte hier anwenden könnte, habe ich mir wichtiges generelles Wissen in Betriebswirtschaft, IT oder xy angeeignet. Dabei sind diese oder jene Fachgebiete auch für diese Aufgaben relevant.“


6. Wo sehen Sie sich in 5 oder 10 Jahren?

Das ist schon beinahe eine Fangfrage, die aber leicht zu durchschauen ist. Ihr zukünftiger Arbeitgeber möchte jemanden einstellen, der längerfristig für diese Stelle in Frage kommt. Beim Vorstellungsgespräch sitzt Ihnen zudem Ihr Vorgesetzter gegenüber. Er möchte nicht hören, dass Sie in zwei, drei Jahren seinen Job übernehmen wollen.

 

Mögliche Antwort:
„Ich kann mir sehr gut vorstellen, diese Funktion mindestens 5 Jahre auszuüben, da sie gut zu meinen Fähigkeiten passt. Ob und wie ich mich danach weiter entwickeln will, kann ich heute noch nicht sagen. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, auch langfristig in Ihrem Unternehmen beschäftigt zu sein.“


7. Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?

Eine elegantere Formulierung, als Sie einfach direkt nach Ihrer Persönlichkeit zu fragen. Stimmt Ihr Eigenbild mit dem Fremdbild, das andere von Ihnen haben, überein? Damit sollten Sie sich prinzipiell einmal auseinander setzen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Antwort auch hier wieder die für diese Stelle relevanten charakterlichen Eigenschaften Ihrer Persönlichkeit. Für eine Stelle im Verkauf könnte die Antwort wie unten lauten.

 

Mögliche Antwort:
„Sie würden sagen, dass ich eine offene, dynamische und kommunikative Person bin, die andere überzeugen kann. Dazu sei ich ehrlich und absolut zuverlässig.“


8. Warum sollen wir uns gerade für Sie entscheiden?

Einerseits verlangt man hier, dass Sie nochmals Ihre wichtigsten für die Stelle gefragten Fähigkeiten zusammenfassen. Andererseits will man sehen, wie selbstsicher Sie sind und wie Sie sich selbst verkaufen.

 

Mögliche Antwort:
„Weil ich nicht nur die wichtigsten fachlichen Voraussetzungen für diese Stelle erfülle, sondern auch die gesuchten persönlichen Charaktereigenschaften habe. Und weil ich überzeugt bin, dass ich in meinem Job erfolgreich sein werde und Ihr Unternehmen mit meinen Fähigkeiten weiter bringen kann.“


9. Was sind Ihre Lohnvorstellungen?

Oder auch: Welches ist Ihr heutiges Salär? Orientieren Sie sich an Ihrem letzten Salär und übertreiben Sie nicht mit ungerechtfertigten Vorstellungen oder gar Pokern. Wenn Sie am neuen Ort mehr Verantwortung übernehmen sollen, dann können Sie auch mehr verlangen. Begründen Sie Ihre Vorstellungen so weit wie möglich.

 

Mögliche Antwort:
„Ich verdiene heute CHF xy, inklusive Bonus und Spesen. Einen Stellenwechsel verbinde ich mit dem Wunsch, mich etwas zu verbessern. Allerdings kommt  für mich der Lohn nicht an erster Stelle. Wichtiger ist mir die Aufgabe und das Umfeld.“


10. Wo haben Sie sich sonst noch beworben?

Ihr möglicher zukünftiger Arbeitgeber will wissen, welche Funktionen/Stellen Sie sonst noch interessieren und ob Sie Ihre Bewerbungen breit streuen oder gezielt platzieren. Gleichzeitig möchte er erfahren, wie gefragt Sie im Stellenmarkt sind und wo Sie im Rekrutierungsprozess an anderen Orten stehen. Weniger wichtig ist das Nennen von konkreten Unternehmen.

 

Mögliche Antwort:
„Ich bin nicht sehr intensiv auf Stellensuche, jedoch offen für interessante Angebote. Dabei ist mir Ihre Stelle besonders aufgefallen. Parallel habe ich zur Zeit noch zwei andere Bewerbungen für ähnliche Funktionen laufen, wobei ich bei einer ebenfalls im Vorstellungsgespräch war.“



Rainer Marty, April 2015