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10 häufige Fehler beim Vorstellungsgespräch

Der richtige Auftritt beim Vorstellungsgespräch ist "Match-entscheidend". Es gibt dabei einige wichtige Punkte zu berücksichtigen – 10 NO GOs beim Vorstellungsgespräch.

1. Zu spätes Erscheinen

Eigentlich ein absolutes NO GO. Planen Sie immer mit Sicherheitsmarge. Falls Sie dennoch im Verkehr stecken bleiben, gewisse öffentliche Verkehrsmittel ausfallen oder Sie sich aus anderen Gründen verspäten, so rufen Sie vor dem Termin an (je früher, desto besser) und entschuldigen Sie Ihr zu spät kommen. So oder so starten Sie aber mit einem Minuspunkt.

2. Ungepflegtes Äusseres

Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie sich von der besten Seite zeigen. Dazu gehört selbstverständlich gepflegte Kleidung und ein gepflegtes Äusseres. Achten Sie auch darauf, dass Sie keine unangenehmen Gerüche aussenden. Bewerber, die vor dem Gespräch eine letzte Zigarette geraucht haben, riechen zwangsläufig entsprechend. Frauen sollten mit dem Auftragen von Parfum/Eau de Cologne sparsam umgehen.

3. Unpassende Kleidung

Hier gilt: es gibt keine schlechte oder gute Kleidung, aber passende und unpassende. Es ist ein Unterschied, ob Sie sich für einen „Blue Collar“- Job (z.B. Handwerker, Lagerist etc.) bewerben oder für einen „White Collar“ – Job (Bürostellen wie Bankangestellter, Sachbearbeiter etc.). Aber auch innerhalb der klassischen Bürojobs gibt es Unterschiede: Ein Banker kleidet sich anders als ein Mitarbeiter einer Werbeagentur. Im Zweifelsfall sollten Sie eher „overdressed“ statt „underdressed“ zum Gespräch erscheinen. Machen Sie keine modischen Experimente, sondern gehen Sie auf „Nummer sicher“. Es wirkt meistens sympathisch, wenn Sie das Thema „Kleidung“ am Anfang kurz ansprechen, wenn Sie nicht sicher waren, wie Sie sich kleiden sollten.

4. Unaufgefordert die Gesprächsführung übernehmen

Der Recruiter oder Gesprächspartner hat die Leitung des Gesprächs, nicht Sie. Ein Vorstellungsgespräch hat in der Regel einen strukturierten Ablauf mit entsprechenden Fragen, die Ihnen gestellt werden. Halten Sie sich daran. Dies gilt auch bei Kaderstellen bzw. Management-Funktionen.

5.Unpassende Körpersprache (z.B. Hände unter dem Tisch, im Stuhl versinken)

Zeigen Sie auch mit Ihrer Körpersprache, dass Sie wach, interessiert und präsent sind. Das beginnt schon beim Händedruck. Versinken Sie nicht im Stuhl und halten Sie Ihre Hände sichtbar oberhalb der Tischkante. Beachten Sie die Grundregeln der guten Erziehung und des Anstands. Zeigen Sie eine respektvolle, jedoch selbstbewusste Körpersprache. Dazu gehört eine aufrechte Haltung.

6. CV wortwörtlich erzählen

Vermeiden Sie das ausführliche Erzählen Ihres Lebenslaufs. Ihr Gesprächspartner hat sich vorbereitet und kennt Ihr CV. Sie sollten deshalb nicht den exakten Inhalt wiedergeben. Stattdessen können Sie ergänzende Angaben machen oder einzelne Stationen hervorheben, die für die Stelle/Funktion oder das Unternehmen besonders interessant ist. Oder erzählen Sie, was die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen waren, die Sie sammeln konnten.

7. Fragen nach Salär und Ferientagen als erstes ansprechen

Vermitteln Sie nicht den Eindruck, dass Lohnpaket und Ferienregelung die interessantesten Punkte für Sie sind. Meistens gibt Ihnen der zukünftige Arbeitgeber diese Informationen selbst, in der Regel am Schluss des Gesprächs.

8. Übertreibungen, Heucheleien, bluffen

Das Wichtigste beim Vorstellungsgespräch ist Authentizität. Seien Sie grundsätzlich sich selber. Übertreiben Sie nicht, verstellen Sie sich nicht, spielen Sie kein Spiel. Ihr Gegenüber spürt solche Dinge normalerweise. Machen Sie nichts vor, was Sie nicht sind.

9.Fehlendes Wissen über den neuen Arbeitgeber

D.h. ungenügend vorbereitet zu sein. Sie können und müssen nicht alles wissen, aber Ihr zukünftiger Arbeitgeber will sehen, ob und wie Sie sich vorbereitet haben und was Sie bereits über Unternehmen und Stelle wissen. Dies bildet die Basis für ein vertieftes, interessantes Gespräch auf „Augenhöhe“.

10.Keine Fragen stellen

Dies knüpft an den vorherigen Fehler an. Wenn Sie keine Fragen stellen, heisst das, dass Sie nicht vorbereitet sind oder dass Ihr Interesse für die Stelle fehlt. Sollten tatsächlich am Ende des Gesprächs keine Fragen mehr offen sein, so können Sie einzelne Fragen/Punkte, die für Sie wichtig waren, nochmals kurz wiederholen und zusammenfassen.

Absolute NO GOs

  • Name des Gesprächspartners vergessen
  • Handy klingelt
  • Handy/Handtasche/Mappe oder Laptop auf Tisch legen (sich „ausbreiten“)
  • Unaufgefordert Platz nehmen
  • Keine Schreibutensilien dabei haben (mit „leeren Händen“ kommen)
  • Lügen beim letzten Gehalt (wird meistens beim Einholen von Referenzen aufgedeckt)
  • Lügen beim Kündigungsgrund
  • Auf die Uhr schauen
  • Augenkontakt vermeiden
  • Flirten mit dem Gesprächspartner


Rainer Marty, April 2015